Allgemeine Untersuchungsmethoden

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Untersuchungsmethoden, die bei jedem Patienten der zum Arzt kommt, durchgeführt werden wenn er Beschwerden hat.
In diesem Artikel beziehe ich mich auf die Lunge. (Copyright Dagmar Kauschka)

Die Erhebung der Vorgeschichte
Vor jeder Behandlung muss eine Diagnose gestellt werden!

Atemnot ist ein Krankheitssymptom. Atemnot bei Belastung beschreibt den Zustand eines Kranken schon näher. Tritt Husten, vielleicht nur nachts ab zwei Uhr auf, so kann man daraus weitere Schlüsse ziehen. Zählt man also Symptom nach Symptom auf, rechnet noch alle äußeren Umstände hinzu und ordnet alles logisch, so ergibt sich, wie bei einem Mosaik, ein bestimmtes Bild. Dieses Bild können wir mit einer Krankheitsdiagnose vergleichen. Zum gelingen des Bildes, der Diagnose, tragen zwei Personen bei: erstens der Patient, der die Symptome aufzählt, zweitens der Arzt, der sie ordnet. Ist diese, zunächst vorläufige, Diagnose gestellt, beginnt man sie zu sichern, wozu die einzelnen Untersuchungen dienen.

Es muss also jeder körperlichen Untersuchung die genaue Erhebung der Vorgeschichte (Anamnese) vorausgehen. Auch heute noch, im Alter der sogenannten Apparate-Medizin, lässt sich eine Diagnose bereits zu 80 % stellen oder sichern, wenn vom Arzt eine genaue Vorgeschichte erfragt wird. Der Arzt muss fragen, wegen welcher Beschwerden der Patient kommt, seit wann diese bestehen, wie stark sie sind. Ob sie als lebensbedrohend, belastend oder allenfalls als belästigend empfunden werden. Der Arzt muss wissen, ob die Beschwerden bei Tage, in der Nacht oder bei einer bestimmten Tätigkeit auftreten, ob sie nur am Arbeitsplatz oder in bestimmten Räumen entstehen. Wichtig ist, den Grad der Belastung anzugeben, der zu Beschwerden führt: ob bereits leichte Tätigkeiten anstrengen oder nur schwere Arbeiten, die früher leicht von der Hand gingen. Man erleichtert dem Arzt zum eigenen Wohl die Arbeit wesentlich, indem man sich selbst so genau wie möglich beobachtet und Beschwerden so exakt wie möglich schildert. Dies bedeutet nicht, dass man selbst bereits eine Diagnose stellen kann. Machen Sie sich ruhig vor dem Arztbesuch Notizen, damit Sie nichts vergessen. Oft fällt einem ja das Wichtigste erst ein, wenn man wieder zu Hause ist. Je präziser eine Vorgeschichte zu erheben ist, desto mehr hat der Arzt Zeit für die wesentlichen Untersuchungen.

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